|
Am nächsten Tag stärkten wir uns bei einem reichhaltigen Frühstück für das bevorstehende Tagesprogramm. Das Wetter hatte mittlerweile auf leichten Nieselregen umgeschaltet, konnte die Unternehmungslust aber in keiner Weise bremsen. Zunächst war eine Führung in der markgräflichen Residenz gebucht, die bis 1791 als prachtvoller Herrschersitz gedient hatte. Die 27 Prunkräume, die besichtigt werden können, verdienen ihren Namen uneingeschränkt. Die junge Frau, die die Führung leitete, hatte zu jedem einzelnen Raum eine lebendige Beschreibung parat und wir schwelgten in Seidentapeten, Kristall-Lüstern, Spiegelkabinetten und goldener Ausstattung.
Das Erdgeschoß der Residenz beherbergt eine Sammlung von Fayencen und Porzellanstücken aus der berühmten Ansbacher Manufaktur, die bis 1839 bestand und im 2. Stock hat sich - standesgemäß - mittlerweile die mittelfränkische Bezirksregierung angesiedelt.
|