Wallfahrt nach Weihenlinden am 16. Juni 2010

Dieses Angebot des Frauenbundes erfreute sich wirklich großer Nachfrage: 44 Frauen machten sich am Mittwoch Vormittag auf den Weg Richtung Weihenlinden: eine Hälfte mit dem Zug bis Heufeldmühle und dann trotz des regnerischen Wetters zu Fuß zur Wallfahrtskirche – die andere Hälfte hatte die trockene Variante mit dem PKW vorgezogen. Pünktlich um 11.00 Uhr waren beide Gruppen in der wunderschönen Basilika versammelt, um dort mit Pater Wolfgang Gottesdienst zu feiern. Die Predigt stand ganz im Zeichen des hl. Benno, dessen Namenstag wir am 16. Juni feiern - dem Schutzpatron Bayerns und der Stadt München übrigens.

Nach dem Schluss-Segen lockte das benachbarte Gasthaus zum Mittagessen. Das Essen war nicht zu beanstanden, lediglich das „Zeitmanagement“ des Wirtes war nicht so recht perfekt. So kam es, dass der Termin für die um 14.00 Uhr geplante Führung nicht ganz pünktlich wahrgenommen werden konnte. Ein Teil der Gruppe nutzte die Zeit, um schon einen Blick in die Gnadenkapelle mit dem Bild der kostbar bekleideten Muttergottes zu werfen – um diese wurde die große Wallfahrtskirche einst herumgebaut, wie im späteren Vortrag noch zu erfahren war. Die Grundform dieser Kapelle ist rund, nachempfunden einem Ring, der im Vorfeld der Bauarbeiten im 17. Jahrhundert an dieser Stelle gefunden worden sein soll. Auch eine heilkräftige Quelle begann bereits zu dieser Zeit zu sprudeln.

Nun war es aber an der Zeit für den geplanten Vortag über die wechselvolle Geschichte dieser prächtigen Wallfahrtkirche, die, wie bereits berichtet, nach dem 30jährigen Krieg mit dem Bau der Kapelle begonnen hatte. Mitte des 18. Jahrhunderts erst wurde dann die eigentliche Basilika in der heutigen Größe errichtet. Sie ist der Hl. Dreifaltigkeit und der Muttergottes geweiht. Die Dreifaltigkeit wird in diesem Gotteshaus durch drei gleichgestaltige, überlebensgroße Männerfiguren am Hochaltar symbolisiert.

Gespannt wurde auch die anschließende Führung durch das Wallfahrtsmuseum erwartet. In den oberen Etagen gab es eine große Auswahl an Kunstgegenständen und Votivgaben zu bestaunen, überwiegend aus der Barockzeit. Besonders interessiert waren die Frauenbund-Damen an dem umfangreichen Bestand von wertvollen Messgewändern, die von der örtlichen Mesnerin sorgsam in großen Schubläden aufbewahrt und gehütet werden. Wer noch genügend Kondition hatte, dem wurde auch der Blick von oben in das Kirchenschiff, von der Empore nämlich, ermöglicht.

Nun war gerade noch Zeit für eine wohlverdiente Kaffeepause – dann machten sich alle wieder auf den Heimweg: die Fußwallfahrer durch den dauerhaften Regen zum Bahnhof und mit dem Zug zurück nach Hause, die Autofahrer etwas zügiger (und trockener) auf direktem Weg.

Auch wenn das Wetter – wieder einmal – nicht so perfekt mitgespielt hat, war es ein Tag mit vielen nachhaltigen Eindrücken. Der Dank aller geht an Hildegard Pürner, die das Programm für diese Wallfahrt ausgearbeitet und organisiert hat. Es gibt hoffentlich auch im nächsten Jahr wieder die Möglichkeit zu einer solchen Unternehmung – die rege Nachfrage spricht auf jeden Fall dafür.

Bärbel Richard, Schriftführerin

 

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